Der Wolf in Mittelhessen 12. Juni 2026

Am 10. Juni 2025 fand das Wolf-Symposium in Greifenstein statt, bei dem u. a. Umweltstaatssekretär Michael Ruhl und der hessische Bauernpräsident Carsten Schmal auf dem Podium saßen. Insbesondere im Hinblick auf die damals auf Bundesebene noch ausstehenden Umsetzungsschritte des abgesenkten europarechtlichen Schutzstatus des Wolfs blieben viele Fragen offen, so dass auf eine Folgeveranstaltung verwiesen wurde.
Zu dieser Folgeveranstaltung („Wolf in Mittelhessen 2.0“) laden auch diesmal wieder die Jagdgenossenschaft Greifenstein sowie die Orts- und Kreisbauernschaft im Hessischen Bauernverband, der Reit- und Fahrverein Ulmtal und die Dillkreisjäger für Freitag, den 12. Juni 2026, 18 Uhr in das Dorfgemeinschaftshaus Greifenstein-Rodenroth ein.
Nachdem auf EU-, Bundes- und Landesebene die rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen wurden, um so genannte „Schadwölfe“ nach Nutztierrissen unverzüglich und rechtsicher zu erlegen sowie Bestand und Wachstum von Wölfen unter Wahrung des günstigen Erhaltungszustandes der Art zu regulieren, möchten die Veranstalter über die jetzt vorgesehenen regionalen Regelungen zum schnellen Handeln nach Weidetierangriffen und einem nachhaltigen Bestandsmanagement sowie Herdenschutzvorkehrungen einschließlich der hierfür bestehenden Fördermöglichkeiten informieren und auf Detailfragen aus der Praxis eingehen.
Politik, Bauern und Jägerschaft wollen in Hessen ein Wolfsmanagement etablieren, das mit gesetzlich eindeutigen, wildbiologisch fundeierten und praxistauglichen Regelungen den Schutzansprüchen der Wildtierart Wolf mit einem dauerhaft günstigen Erhaltungszustand einerseits und den berechtigten Sorgen der Weidetierhalter andererseits Rechnung trägt, wozu auch ein transparentes Wolfsmonitoring gehört, damit Klarheit darüber besteht, wie viele Wölfe tatsächlich in Hessen leben. Für den Lahn-Dill-Kreis steht seit Januar 2026 die Existenz eines Wolfsrudels amtlich fest, nachdem das Wolfszentrum Hessen im Landesbetrieb HessenForst im Wolfsterritorium Greifenstein neben zwei bislang angegebenen Wölfen nun 4 weitere Tiere bestätigt hat.
Das Treffen im DGH Rodenroth soll auch dazu genutzt werden, um die Teilnehmer aus unserem ländlichen Raum über die aktuelle Entwicklung und konkrete Auswirkungen der ASP-Tierseuchenlage im Lahn-Dill-Kreis zu informieren.
